Angebote für Tagesgeldkonten gibt es wie Sand am Meer. Oftmals verliert der Kunde dabei den Überblick – und legt sein Geld dann oft doch auf dem nächstbesten Konto an, nur weil er verunsichert ist.
Damit der Überblick nicht verloren geht, gibt es im Netz eine Reihe von Tagesgeld-Rechnern. Durch sie ist es möglich, einen Vergleich zu machen zwischen verschiedenen Tagesgeldkonten, und dann das beste Angebot für sich selbst herauszufinden. Tagesgeld-Rechner gibt es meist in zwei verschiedenen Varianten.
Bei den einen ist die Höhe der Zinsen das Entscheidende und die Rechner führen die Tagesgeldkonten in einem Art Ranking vom zinshöchsten bis zum zinsniedrigsten auf – egal ob eine Mitgliedschaft in einem Einlagensicherungsfonds besteht oder nicht.
Bei anderen Tagesgeldrechnern werden nur jene Angebote aufgeführt, bei denen eine 100-prozentige Absicherung der Einlagen besteht. Hierbei fallen zwar ein paar Angebote unter den Tisch, die höher verzinst sind, dafür ist das Geld jedoch dann auch wirklich sicher anlegt – und wird im Falle einer Bankenpleite auch wieder an den Kunden ausgezahlt.
Die Höhe der Tagesgeld-Zinsen ist übrigens laut aktuellen Erhebungen für Sparer der wichtigste Aspekt bei der Wahl des passenden Kontos. Die Sicherheit der Spareinlagen steht anscheinend erst an zweiter oder dritter Stelle, wie auch der aktuelle Fall der noa bank zeigt. Obwohl dieses Kreditinstitut die Einlagen seiner Kunden nur über die gesetzliche Einlagensicherung und somit bis 50.000 Euro zu 100 Prozent abgesichert hatte, gab es über hundert Anleger, die mehr als diese Summe dort angelegt hatten.
Man kann es nicht oft genug sagen: nicht nur die Zinsen sondern auch die Absicherung der Einlagen gehören vor der Auswahl eines Tagesgeldkontos vergleichen und bewertet. Grundsätzlich gilt dabei: ist die Bank Mitglied eines zusätzlichen Sicherungsfonds – wie etwa dem des Bundesverbandes Deutscher Banken oder dem Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe, so sind die Sicherungsgrenzen so hoch, dass sie kein normaler Sparer jemals erreichen wird. Trotzdem kann es nie verkehrt sein, sein Geld bei mehreren Banken anzulegen, denn selbst wenn die Einlagen vollständig gesichert sind, dauert es im Schadensfall Wochen wenn nicht sogar Monate, bis die Auszahlungen erfolgen.