Immer wieder stellen sich Menschen die Frage, ob sie nicht in eine private Krankenversicherung wechseln sollten. Hier ist aber ein guter Vergleich gefragt und man sollte sich genau überlegen, was man tut. Gerade das 50. Lebensjahr ist ein sehr kritisches Jahr, wenn es darum geht, die richtige Entscheidung in Sachen Krankenversicherung zu treffen. Diese ist gerade in dem Alter wichtig, weil es dann nur noch schwer möglich ist, in die gesetzliche Krankenkasse zurückzuwechseln.
Dazu müsste das Einkommen für ein Jahr unter der Beitragsbemessungsgrenze gelegen haben und man darf das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Hier wird es also sehr schwer, wieder in die gesetzliche Krankenkasse zurückzukommen. Daher sollte man sich diesen Schritt genau überlegen, zumal man davon ausgehen kann, dass die Gesundheit ab 50 ziemlich schnell nachlassen kann und die Gefahr langwieriger Krankheiten zunimmt.
Bei den Leistungen sind viele private Krankenkassen meist etwas besser als die Gesetzlichen. Hier ist aber auch zu bedenken, dass diese Mehrleistungen auch bezahlt werden wollen und so meist gerade bei älteren Menschen ein höherer Beitrag fällig wird. Hier rechnen die Krankenkassen ganz einfach nach Risiko ab. Das Solidarprinzip gilt hier nicht und jeder muss seinem Risiko angepasste Beiträge zahlen. Gerade junge Beitragszahler bilden dabei schon in den Anfangsjahren Rückstellungen fürs Alter und können so auch später die Beiträge noch recht niedrig halten. Wenn man nun recht spät in die Private wechselt, fehlen diese Rückstellungen und müssen durch Beitragszuschläge bezahlt werden.
Doch immer teuer wird die private Krankenversicherung auch nicht. Die Krankenversicherer müssen einen Basistarif anbieten, in dem auch ältere Krankenversicherte einsteigen können. Hier entsprechen die Leistungen in etwa dehnen der gesetzlichen Krankversicherung und so ist auch hier noch eine Möglichkeit gegeben. Doch auch diese Versicherung ist meist ein wenig teurer als die gesetzliche so das sich dies aus dem reinen Kostenfaktor her nicht lohnen wird. Hier muss also genau geschaut werden, wie die Kosten liegen.
Man kann damit eigentlich nur davon ausgehen, dass es sich nicht mehr lohnt, mit 50 Jahren noch in die private Krankenversicherung zu wechseln. Entweder sind die Beiträge so hoch, das sie die der Gesetzlichen bei Weitem übersteigen, oder die Selbstbehalte der Versicherer machen einen Gang zum Arzt trotz Versicherungsbeiträgen noch sehr teuer.