Durch stetige Preissteigerungen bei fossilen Brennstoffen wie Heizöl, Gas oder Kohle ist das Heizen mit Holz wieder in Mode gekommen. Immer mehr Menschen steigen auf diese traditionelle Art der Befeuerung um, da das Heizen mit Holz eine kostengünstige Alternative zu anderen Formen der Wärmegewinnung darstellt. Neben der Kostenersparnis wird gleichzeitig der Umwelt was Gutes getan, denn das Holz stößt bei der Verbrennung nur soviel CO2 aus wie es als Baumwährend der Wachstumsphase aufgenommen hat. Bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen jedoch wird stets zusätzliches CO2 in die Atmosphäre gegeben. Die Nutzung von Holz im Austausch mit fossilen Brennstoffen trägt somit auch zum Umweltschutz bei. Der schon in Vergessenheit geratene Kaminzug in der Wohnung oder im Haus feierte so in den letzten Jahren ein ungeahntes Comeback.
Laut einer Faustregel heizt ein Raummeter Holz so gut wie rund 200 Liter Heizöl. Das entspricht ungefähr einer Ersparnis von rund einem Drittel gegenüber dem Heizölpreis. Einbußen bei der Wärmeerzeugung müssen dabei nicht befürchtet werden. Ganz im Gegenteil: Durch die abgegebene Wärme des Kamins und der Infrarotstrahlung verspürt der Nutzer eine wohltuende Wärme. Dies gelingt durch die Abgabe von Strahlenwärme. Im Gegensatz zu einer Zentralheizung oder einer Fußbodenheizung wird die Luft nicht indirekt über den Heizkörper oder die Fußbodenfliesen erwärmt sondern auch direkt durch die Wärmestrahlung, die über das Fenster im Kamin abgegeben wird.
Ein weiterer Vorteil des Heizen mit Holz ist die Wärmeverteilung. Durch die höhere Temperatur, die ein Kamin erreicht, wird die Wärme tiefer in den Raum abgegeben, wodurch auch entferntere Regionen schnell und angenehm erwärmt geheizt werden.
Um das beste aus dem Holz herauszuholen ist während der Flammphase darauf zu achten das genügend Sauerstoff zugeführt wird. Ist dies nicht der Fall kann das Holz nicht seinen vollen Wirkungsgrad ausspielen und es kann passieren das die entstehenden Schwelgase nicht richtig abziehen. Darüber hinaus hat das auch einen Einfluss auf die Energieausbeute und somit auf das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Heizen mit Holz.
Die Lage der Holzscheite vor dem Anzünden ist wichtig für den Verbrennungsprozess. Die Scheite sollten nur in einer Lage auf die Grundglut gelegt werden. Mehrere Schichten sorgen dafür das der Verbrennungsprozess ins Stocken kommt und es zu einer Überhitzung kommt. Daraus können Schäden am Ofen oder Kamin resultieren.
Dies sind einige von vielen Vorteilen für das Heizen mit Holz. Neben den günstigen Preisen sorgt ein Kaminfeuer gegenüber einer Heizung immer noch am besten für einen romantischen Augenblick.